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Korken - zu schade für den Müll
 

Bürger des Kreises Unna sammelten bisher rund 15,5 Millionen Korken
 

Jedes Jahr fallen allein in Deutschland rund 1,2 Milliarden Korken an, die überwiegend in der Restmülltonne und schließlich in der Müllverbrennungsanlage landen. Die Diakonie Kork sammelt deshalb gebrauchte Flaschenkorken im Rahmen der Aktion Korken für Kork und verarbeitet diese zu einem Dämmstoff für den ökologischen Hausbau.

Bereits seit 1994 organisiert die GWA-Abfallberatung die Sammlung der gebrauchten Flaschenkorken im Kreis Unna. Bis Ende 2013 kamen dabei bereits mehr als 61 Tonnen Korken zusammen, das entspricht rund 15,5 Millionen Einzelkorken. Die GWA gehört damit zu den größten Korklieferanten für das Epilepsiezentrum Kehl-Kork.

Kork wird durch Schälung der Rinden der im Mittelmeerraum beheimateten und bis zu 20 Meter hohen Korkeichen gewonnen. Von der Neupflanzung der Eiche bis zur ersten Schälung vergehen 25 Jahre. Die Stämme dürfen nur alle 7 bis 12 Jahre geschält werden, um die Bäume nicht zu schädigen. Kork ist Wasser undurchlässig, leicht, elastisch, schwer entflammbar, schwimmfähig, dämpft Stöße, isoliert, dichtet und ist somit beim Hausbau hervorragend einsetzbar. Für den einmaligen Gebrauch ist das Naturprodukt jedoch viel zu schade, denn es lässt sich sehr gut recyceln.

Im Epilepsiezentrum Kehl-Kork produzieren Beschäftigte der Behindertenwerkstatt aus den gebrauchten Flaschenkorken ein ökologisches Dämmstoffgranulat. Dieses Material ist als Wärme- und Schalldämmung eine umweltfreundliche Alternative zu geschäumten und energieaufwändig gewonnenen Kunstprodukten. Die Korkensammlung ist also ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz und sichert gleichzeitig Arbeitsplätze in der Behindertenwerkstatt.
 

Sammeln Sie mit!

Bitte achten Sie darauf, dass ausschließlich Flaschenkorken aus Naturkork gesammelt werden. Fremdstoffe wie Glas, Metallbügel bei Sektkorken oder Verschlüsse aus Kunststoff gehören nicht in die Sammlung. Andere Materialien, wie z. B. Kork-Pinnwände, Kork-Platten oder Kork-Tapeten erschweren dem Epilepsiezentrum die Arbeit. Da diese Materialien aufgrund der Inhaltstoffe (z. B. Kleber) und anhaftender Fremdstoffe die Qualität des Dämmstoffgranulates verschlechtern, müssten sie vom Epilepsiezentrum von Hand aussortiert und entsorgt werden.

Mit der Einrichtung zahlreicher Kork-Sammelstellen im Kreisgebiet unterstützt die GWA die sinnvolle Korkverwertung. Die gefüllten Sammelsäcke werden an zentralen Sammelpunkten abgeholt und bei der GWA zwischengelagert. Ist eine entsprechend große Menge zusammen gekommen, werden die Korken von einer Spedition auf Leerchargenbasis zum Epilepsiezentrum Kehl-Kork transportiert. Es entstehen also keine zusätzlichen Transportfahrten!

Die GWA-Abfallberatung betreut im Kreis Unna folgende Sammelstellen:
 

Bergkamen   GWA-Wertstoffhof
TREFFPUNKT Lessingstraße
Bönen   GWA-Wertstoffhof
Bürgerbüro
Fröndenberg   GWA-Kompostwerk Ostbüren
Stadtverwaltung (Ruhrstraße 9, Kellergeschoss)
Holzwickede   GWA-Wertstoffhof
Bürgerbüro
Kamen   GWA-Wertstoffhof Heeren-Werve
GWA-Wertstoffhof Werkstraße
Verbraucherzentrale Kirchstraße
Lünen   WBL-Wertstoffhof Lippholthausen
Verbraucherzentrale Kirchstraße
Hof Schulze-Wethmar
Schwerte   Baubetriebshof der Stadt Schwerte
Ev. Gemeindezentrum Geisecke
Paul-Gerhardt-Haus
Friedrich-Bährens-Gymnasium
Selm   Wertstoffhof
Unna   GWA-Verwaltung Friedrich-Ebert-Straße
Umweltberatungszentrum des Rathauses
Servicehof der Stadtbetriebe
Werne   Rathaus

 


Kontakt:

GWA - Gesellschaft für
Wertstoff- und Abfallwirtschaft
Kreis Unna mbH
Friedrich-Ebert-Straße 59
59425 Unna

Telefon: 02303 284-0
Telefax: 02303 284-284

Per E-Mail