Weniger ist mehr

Vermeidungsstrategien für Sie

16 Tipps zur Abfallvermeidung

Im normalen Alltag lassen sich viele Abfälle vermeiden. Der Aufwand ist dabei oft gar nicht so groß, wie man im ersten Moment vielleicht meint. Man muss nur etwas umdenken und einige Gewohnheiten ändern.
Hier haben wir einige ebenso einfache wie nützliche Tipps zusammengestellt:
 

  1. Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht

    Abgepackte Waren verursachen oft unnötigen Abfall. Greifen Sie deshalb nach Möglichkeit zu Produkten, die wenig oder gar nicht verpackt sind.
     
  2. Plastiktüte nein danke – Einkaufstasche mitbringen

    Durchschnittlich 64 Plastiktüten verbraucht jeder deutsche Einwohner pro Jahr. Das sind in Deutschland jedes Jahr insgesamt weit mehr als 5 Milliarden verbrauchte Plastiktüten (Stand 2010). Die meisten lassen sich problemlos vermeiden. Nehmen Sie doch einfach einen Einkaufskorb oder eine Einkaufstasche mit zum Einkaufen. Ein „immer-dabei-Beutel“ findet Platz in jeder Hand- oder Jackentasche.
     
  3. Mehrweg statt Einweg

    Vermeiden Sie Einwegverpackungen und setzen Sie auf Mehrweg. Insbesondere Getränke sind fast immer in Mehrwegverpackungen erhältlich. Eine Mehrwegflasche aus Glas wird mehr als 50-mal, Mehrwegflaschen aus PET bis zu 25-mal wiederbefüllt. Das ist gut für die Umwelt, denn dabei werden Abfall, Rohstoffe und Energie gespart.
    Im Gegensatz dazu wird eine mit Einwegpfand belegte Plastikflasche bereits nach einmaligem Gebrauch zu Abfall. Durch den Umstieg auf Mehrwegflaschen lassen sich in einem 4-köpfigen Haushalt auf diese Weise pro Jahr bis zu 1.000 Einwegflaschen sparen.
     
  4. Lebensmittel - zu gut für die Tonne

    In Deutschland werden von Privathaushalten jährlich rund 6,7 Millionen Tonnen Essensreste weggeworfen. Damit wandern jährlich pro Person durchschnittlich Lebensmittel im Wert von rund 235 Euro in die Tonne. Doch nur die wenigsten Lebensmittel, die im Müll landen, gehören dorthin. Denn hauptsächlich werden Lebensmittel weggeworfen, weil sie nicht mehr gut genug erscheinen. Das gilt vor allem für Obst und Gemüse. Auch wird das Mindesthaltbarkeitsdatum von vielen falsch verstanden. Die Produkte sind meistens noch lange darüber hinaus in Ordnung, werden aber aus Unwissenheit weggeworfen.
    Das Wegwerfen der meisten Lebensmittel ist also unnötig. Optimiertes Einkaufsverhalten, richtige Lagerung und ein sensiblerer Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum sparen eine Menge Abfall und viel Geld.
     
  5. Brotdose, Proviantdose, Frühstücksbox

    Verzichten Sie auf Pausenbrote in Alufolie, Brotpapier oder Plastiktüten! Verwenden Sie statt dessen Brotdosen. Ob im Kindergarten, in der Schule, im Büro oder beim Picknick - Brotdosen sind nicht nur praktisch, sondern sparen tagtäglich Abfall.
    Geben Sie Ihrem Kind eine wiederbefüllbare Trinkflasche mit in die Schule (z. B. Emil-Flasche).
     
  6. Verschenken, spenden, tauschen oder verkaufen

    Ob beispielsweise CDs, Bücher, Elektrogeräte oder Möbelstücke viele Dinge, für die man selbst keine Verwendung mehr hat, können für andere noch nützlich sein. Wer nicht gern auf den Flohmarkt geht, kann auch eine der vielen Verschenk-, Tausch- und Verkaufsportale im Internet nutzen und sich auf diese Weise noch etwas „Kleingeld“ verdienen.
    Oder spenden Sie die Sachen an eine gemeinnützige Organisation.
     
  7. Nachhaltig kaufen

    Wählen Sie Produkte von guter Qualität und Langlebigkeit. Achten Sie möglichst auf Reparaturfähigkeit.
     
  8. Nachfüllpackungen nutzen

    Greifen Sie nach Möglichkeit zu Nachfüllverpackungen. Insbesondere Sanitär- und Hygieneartikel werden häufig auch als Nachfüllvariante angeboten. Diese Nachfüllpackungen verursachen weniger Abfall und schonen nebenbei den Geldbeutel.
     
  9. Mehrfachverpackungen sind unnötig

    Sparen Sie sich das überflüssige Verpackungsmaterial der sogenannten (Mini-) Portionsverpackungen!
     
  10. Verzicht auf Einweggeschirr

    Verzichten Sie bei der nächsten Feier auf Einweg-Geschirr aus Pappe oder Plastik. Die Verwendung von "echtem" Geschirr und Gläsern spart eine Menge Abfall und schont nebenbei Umwelt und Geldbeutel.

    Für abfallarme Veranstaltungen verleiht die GWA-Abfallberatung an Kindergärten, Schulen, Vereine und andere öffentliche Einrichtungen kostenlos Trinkbecher in Stadionqualität (0,2 Liter) - solange der Vorrat reicht.
     
  11. Ausleihen

    Nicht jedes Gartengerät, nicht jedes Spezialwerkzeug muss man sich selbst anschaffen. Der Verleih unter Nachbarn spart dazu auch bares Geld.

  12. Transportsack statt Einwegmüllsack für Grünschnitt

    Für den Transport von Grünschnitt zum Wertstoffhof empfehlen wir die Verwendung von wiederverwendbaren Transportsäcken aus Gewebematerial. Einfache Müllsäcke dagegen zerreißen und werden oft schon beim einmaligen Gebrauch zu Abfall.

  13. Papier sparen

    Drucken Sie z. B. nicht jede E-Mail oder jede Information aus dem Internet aus. Verwenden Sie Recycling- oder Umweltschutzpapier.

  14. Batterien sparen - Akkus verwenden

    Die Verwendung von wiederaufladbaren Akkus spart unzählige Batterien.

  15. Reparieren statt neu kaufen

    Das geht oft einfacher, als man denkt. Einen Schuster, eine Schneiderei, einen Schreiner oder jemanden, der Fernseher andere Elektrogeräte repariert, findet sich bestimmt auch in Ihrer Nähe.

  16. Bitte keine Werbung!

    Unerwünschte Werbeprospekte können Sie mit einem Aufkleber für den Briefkasten reduzieren. Ein Aufkleber auf dem Briefkasten mit der Bitte, keine Werbung einzuwerfen, sorgt dafür, dass werbende Unternehmen keine Abnehmer für ihre Prospekte finden. Der Aufkleber ist kostenlos an den GWA-Wertstoffhöfen und bei der GWA-Abfallberatung erhältlich.

    Haben Sie die Nase voll von persönlich adressierter Werbung? Weitgehenden Schutz bietet der kostenlose Eintrag in die "Robinsonliste":
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