Bio- und Wertstofftonne richtig füllen! – Konsequenzen drohen

08.09.2017 Information  Zurück
Bioabfälle mit Störstoffen

Plstikktüten und andere Störstoffe: Falsch befüllte Abfallgefäße können künftig stehen bleiben


Wenn Einzelne aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit Restmüll in der Biotonne oder Wertstofftonne entsorgen, dann geht das auf Kosten aller. Und diejenigen, die sauber trennen, werden bestraft. Damit soll Schluss sein, sind sich der für die Abfallwirtschaft zuständige Kreis Unna, die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH (GWA) und das private Entsorgungsunternehmen Remondis einig. Seit einiger Zeit stellen sie fest, dass sich sogenannte Störstoffe in den grünen und gelben Tonnen kreisweit häufen.

Ob Plastiktüten im Bioabfall oder Windeln und Glasflaschen in der Wertstofftonne:

Das Problem betrifft alle kreisangehörigen Kommunen. Deshalb drohen auch kreisweit all denjenigen Konsequenzen, die Abfallbehälter zweckentfremden.  So können falsch befüllte Abfallbehälter künftig stehen bleiben. Dazu hat die GWA ein System entwickelt: Falsch sortierter Müll in Abfallgefäßen wird mit einer Gelben Karte gekennzeichnet, die als deutlicher Hinweis auf die Tonne geklebt wird und zur Nachsortierung bis zum nächsten Leerungstermin auffordert. Bei wiederholter Fehlbefüllung folgt eine Rote Karte. Diese kann im Extremfall dazu führen, dass die Biotonne oder Wertstofftonne eingezogen und durch eine teurere Restmülltonne ersetzt wird.

Wertstoffe und Bioabfall sind kein Restmüll

Bevor Tonnen kontrolliert werden, setzen alle Akteure jedoch auf Aufklärung. Deshalb wird an die – eigentlich altbekannten – Regeln zur Mülltrennung erinnert. Denn sowohl Bioabfall als auch Wertstoffe sind schon lange kein Abfall mehr, sondern können gut weiterverwertet werden. Wird aber nicht richtig getrennt, werden Bioabfall und Wertstoffe schnell zu Restmüll, der zu deutlich höheren Kosten zu entsorgen ist. Die entstehenden Mehrkosten landen am Ende beim Gebührenzahler.

Windeln gehören nicht zwischen Wertstoffe

Mit einer kreisweiten Öffentlichkeitskampagne soll deutlich gemacht werden, was in welche Tonne darf und was nicht.

Zum Beispiel: So gehört natürlich der leere Joghurtbecher in die Wertstofftonne. Wenn der Joghurt über dem Verfallsdatum liegt und komplett in der Wertstofftonne landet, dann bereitet das Schwierigkeiten.

Kunststofftüten im Bioabfall, zum Teil gefüllt mit Restmüll, und Restmüll wie z.B. Windeln zwischen Wertstoffen machten den Großteil der Fehlwürfe aus - und machen ganze Chargen unbrauchbar. Teilweise werde sogar Bauschutt in Bio- und Wertstofftonne entsorgt. „Dann kann man nicht mehr von Unachtsamkeit sprechen, dann wird das System missbraucht“, sind sich Kreis Unna, GWA, Remondis und die kreisangehörigen Kommunen einig.

Kunststoffbeutel gehören nicht in die Biotonne

Auch die im Handel erhältlichen sogenannten „kompostierbaren Biofolienbeutel" aus Maisstärke, die von vielen Bürgern guten Gewissens erworben werden, sind in der Biotonne nicht erlaubt. Diese Beutel zersetzen sich viel zu langsam und sind zudem von „normalen“ Plastikbeuteln nicht zu unterscheiden. Deshalb gelten auch sie in der Kompostierungsanlage als Störstoff. Auch diese Tüten können dazu führen, dass die Biotonne ungeleert stehen bleibt!

GWA-Abfallberatung vor Ort bei Wohnungsgesellschaften und Vermietern

Wesentlicher Teil der o.g. Öffentlichkeitskampagne ist das kreisweite Zugehen der GWA-Abfallberatung auf die Wohnungsgesellschaften und Vermieter. Das Ziel ist es, konkret vor Ort gemeinsam mit den Verantwortlichen zu klären, welche Möglichkeiten und Chancen zur Verbesserung der Sortierqualität bestehen - sowie geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

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