Brand in der Wertstoffaufbereitungsanlage Bönen

03.07.2018 Information  Zurück
WA Bönen nach dem Großbrand

Aufräumarbeiten haben begonnen


Standort soll wieder aufgebaut werden!
Arbeitsplätze sind sicher!

Zum Ablauf:

Am Samstagmorgen (30.06.2018) wurde der Feuerwehr Bönen von GWA-Mitarbeitern eine starke Rauchentwicklung und Brandgeruch, aber kein Feuer in Halle 4 der Betriebsstelle gemeldet.

Feuerwehr und auch GWA-Geschäftsleitung, Betriebsleitung und Pressestelle trafen – informiert über eine festgelegte Informationskette – kurzfristig an der Betriebsstelle ein.

Gegen 11:30 Uhr kam – angefacht durch den starken Wind – „mehr Dynamik in die Lage“. Die Leitstelle des Kreises Unna wurde einbezogen und die Großeinsatzlage festgestellt.

Ca. 12 Uhr greift das Feuer auf Halle 3 über, von dort auch schnell auf die Hallen 2 und 1.

Die Bevölkerung wurde wegen der starken Rauchentwicklung früh vorsorglich gewarnt und gebeten, sich nicht im Freien aufzuhalten und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die BAB 2 wurde aufgrund von befürchteten Sichtbehinderungen durch den Rauch (letztendlich bis in den frühen Sonntagmorgen) gesperrt.

Ebenfalls früh wurden weitere Löschzüge angefordert und alle notwendigen Behörden informiert. So hat z. B. das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) Luftmessungen durchgeführt; abschließend aber keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt.

In einem Pressegespräch um 15:45 Uhr unter Leitung von Landrat Michael Makiolla gaben dieser und auch Kreisbrandmeister Thomas Heckmann, Bönens Bürgermeister Stephan Rotering und GWA-Geschäftsführer Andreas Gérard ihre Einschätzung der Sachlage ab.

Obgleich man von einem Totalverlust der Hallen 1 bis 4 ausgehen musste, lobten alle Beteiligten den engagierten Einsatz der Feuerwehr und die gute Koordination der vielen Löschzüge.

Ein Erfolg war es ebenfalls, dass ein Übergreifen auf die Gebäude benachbarter Unternehmen verhindert werden konnte.

GWA-Geschäftsführer Andreas Gérard war es vor allem wichtig, dass keiner der GWA-Mitarbeiter einen gesundheitlichen Schaden erlitten hat und dass bei den (sieben) betroffenen Feuerwehrleuten „nur“ leichte Verletzungen festgestellt wurden.

Auf die Abfallentsorgung im Kreis Unna wird dieser Brand aber keine spürbaren Auswirkungen haben. Der GWA-Geschäftsführer erklärte, dass z. B. die Sperrgutmengen, die bisher in Bönen verarbeitet wurden, umgeleitet würden zu anderen Standorten. Gleiches gilt auch für andere Abfallanlieferungen, die im Rahmen des GWA-Stoffstrommanagements umgesteuert werden.

Die GWA hat bereits am Sonntag mit den Planungen zum Umgang mit dem Brand begonnen. Zudem wurde mit der GWA-Aufsichtsratsvorsitzenden Brigitte Cziehso, die sich am Samstag vor Ort selbst ein Bild von der Sachlage machte, verabredet, zu einer Sondersitzung des GWA-Aufsichtsrates am kommenden Freitag (06. Juli) einzuladen.

Am Sonntagmorgen um 7:34 Uhr wurde die Großeinsatzlage für beendet erklärt und die Leitung wieder an die Feuerwehr Bönen übergeben. Im Laufe des Sonntag wurde damit begonnen, das Material aus den Hallen zu holen, Brandnester zu suchen und abzulöschen. Der Einsatz dauerte folglich bis Montag.

Montag, ca. 15 Uhr: Polizei stellt "Selbstentzündung" als Brandursache fest.

Montag, ca. 17 Uhr: Feuerwehr Bönen meldet "Feuer aus!"

Die Aufräumarbeiten haben begonnen.

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