Wenn der Fernseher oder Kühlschrank ausgedient hat

26.01.2018 Pressemitteilung  Zurück
Elektrokleingeräte

Elektrogeräte enthalten wertvolle Metalle und andere Stoffe, die wiederverwendet werden können. Sie enthalten oft aber auch Schadstoffe, die bei nicht fachgerechter Entsorgung Gesundheit und Umwelt gefährden. Deshalb werden ausgediente Elektrogeräte getrennt gesammelt.

 


Kreis Unna. Innerhalb kürzester Zeit bringen Elektrogeräte-Hersteller immer wieder neue Modelle auf den Markt: z. B. Fernseher, Haushaltsgeräte, Computer oder Smartphones. Ob defekt, höhere gewünschte Leistung, neues Design oder welche Gründe auch immer für eine Neuanschaffung eine Rolle spielen mögen – das bisher genutzte Gerät wird ausgemustert. Ausgediente Kleingeräte werden häufig vorübergehend noch in Schubladen, Großgeräte zunächst im Keller oder auf dem Dachboden gelagert. Doch irgendwann stellt sich dann doch die Frage: „Wie entsorge ich das richtig?“

Damit die in den Geräten enthaltenen wertvollen Rohstoffe nicht verloren gehen und die giftigen Schadstoffe nicht in die Umwelt gelangen sind die Verbraucher seit dem Jahr 2006 durch das Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes verpflichtet Elektrogroß- und Kleingeräte ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Entsorgung über Müllgefäße auch kleinster Elektrogeräte ist gesetzlich verboten. Seither können alle haushaltsüblichen Elektrogroß- und Kleingeräte kostenfrei an den Wertstoffhöfen abgegeben werden; auch der Handel ist zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet.

Obwohl inzwischen viele Jahre vergangen sind, gibt es im Hinblick auf diese bürgerfreundliche Veränderung offensichtlich immer noch Verunsicherungen. „Dies äußert sich in zahlreichen Nachfragen an unserem gebührenfreien Infotelefon“, berichtet Regine Hees, Abfallberaterin bei der Kreisentsorgungsgesellschaft GWA.

Laut Angaben des Bundesministeriums für Umwelt fallen in Deutschland jährlich ca. 2 Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikmüll in Deutschland an. Neben wertvollen Rohstoffen wie Kupfer und Aluminium enthalten die Altgeräte auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei, Quecksilber oder Flammschutzmittel. Ziel des ElektroG ist es zum einen, die Rohstoffe verstärkt zurück zu gewinnen und zu recyceln und zum anderen, die Schadstoffe kontrolliert zu erfassen und zu entsorgen. Das schont Ressourcen und Umwelt.

„Unter dem Strich ist diese Regelung ein Gewinn für Verbraucher und Umwelt“, so GWA-Abfallberaterin Regine Hees.

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