Elektrogeräte kostenlos abgeben

... am Wertstoffhof

Elektroschrott

Elektrogeräte dürfen nicht in den Hausmüll!
Kostenlose Annahme am Wertstoffhof
!

Das am 24.03.2006 in Kraft getretene Elektrogerätegesetz (ElektroG) schreibt vor, dass ausrangierte Elektro- und Elektronikgeräte aus privaten Haushalten nicht über den Hausmüll entsorgt werden dürfen, sondern getrennt gesammelt werden müssen. Die getrennte Erfassung und Sammlung der Geräte vor Ort ist Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger.

Die Hersteller sind verpflichtet, die so eingesammelten Geräte kostenlos zurückzunehmen und nach dem Stand der Technik zu verwerten oder sicher zu entsorgen.

Der Verbraucher hat das Recht auf die kostenlose Abgabemöglichkeit, aber auch die Pflicht, selbst kleinere Elektrogeräte nicht mehr über die Restmülltonne zu entsorgen. So sind beispielsweise auch ein Bügeleisen oder ein Föhn am Wertstoffhof abzugeben.

Die kostenlose Annahme gilt sowohl für alle Klein- als auch für alle Großgeräte. Dazu gehören zum Beispiel neben Fernsehern, Küchen- und Haushaltsgeräten eben auch die vorgenannten kabellosen Geräte, die heutzutage häufig auch fest verbaute Hochleistungsakkus enthalten.

Mit einer durchgestrichene Mülltonne sind alle rücknahmepflichtigen Elektrogeräte gekennzeichnet. Aber auch ältere Geräte ohne dieses Symbol fallen unter diese Regelung.

Hintergrund

Neben wertvollen Rohstoffen wie Kupfer und Aluminium enthalten die Altgeräte auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei, Quecksilber oder Flammschutzmittel. Ziel des ElektroG ist es, diese Rohstoffe verstärkt zurück zu gewinnen und zu verwerten und die Schadstoffe kontrolliert zu erfassen und zu entsorgen.

In Deutschland wurden in 2014 ca. 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott produziert. Elektroaltgeräte enthalten unzählige verschiedene Substanzen: Neben wertvollen, Rohstoffen wie Kupfer und Aluminium sind dies auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei, Quecksilber oder Flammschutzmittel. Wichtigstes Ziel des ElektroG ist es, eine fachgerechte und schadlose Entsorgung der Altgeräte sicherzustellen, indem die Rohstoffe verstärkt zurückgewonnen und recycelt, die Schadstoffe kontrolliert erfasst und entsorgt werden.

An Ihrem Wertstoffhof können Sie folgende Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos abgeben (keine zerlegten Geräte!):

Kleingeräte (Beispiele)

  • Bohrmaschinen
  • Brotmaschinen
  • Bügeleisen
  • Computer, Tastaturen, Drucker
  • Digitalkameras
  • Elektrospielzeug
  • Föhne
  • Friteusen
  • Handys
  • Hifi-Geräte
  • Kaffeemaschinen
  • Küchenmaschinen
  • Lautsprecherboxen
  • Mixer
  • Mp3-Player
  • Radios
  • Spielkonsolen
  • Staubsauger
  • Stereoanlagen
  • Leuchtstoffröhren
  • Rasierer
  • Telefone, Faxgeräte
  • Toaster
  • Unterhaltungselektronik
  • Videorekorder, -kameras
  • ...

Großgeräte (Beispiele)

  • Bügelmaschinen
  • Dunstabzüge
  • Elektroherde
  • TV-Geräte, Monitore
  • Kühl- / Gefrierschränke
  • Mikrowellengeräte
  • Ölradiatoren
  • Rasenmäher
  • Sonnenbänke
  • Spülmaschinen
  • Trockner
  • Waschmaschinen
  • ...

Für die Abholung von Elektrogroßgeräten können Sie auch die kostenpflichtige Sperrmüllabfuhr Ihres Wohnortes in Anspruch nehmen.

Kühlgeräte

Kühlgeräte richtig entsorgen - Kostenlos am Wertstoffhof abgeben

Entfernen der Kompressoren ist Gefahr für die Umwelt

Die GWA sammelt die Kühlgeräte von anderen Elektrogeräten getrennt und liefert sie zu zertifizierten Entsorgungsanlagen, wo die Kühlmittel im Rahmen einer spezialisierten Geräteentsorgung fachgerecht aus dem Altgerät entnommen, unschädlich gemacht und so dem Umweltkreislauf entzogen werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Altgeräte bis dahin unbeschädigt bleiben.

Bei unsachgemäßer Handhabung entweicht dieses Öl-Gas-Gemisch in die Atmosphäre bzw. ins Erdreich mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt.

Mitarbeiter der GWA-Wertstoffhöfe haben jedoch festgestellt, dass immer häufiger „ausgeschlachtete“ Kühlgeräte angeliefert werden. Die Problematik betrifft nicht nur die private Anlieferung am Wertstoffhof, sondern tritt insbesondere auch bei Kühlgeräten auf, die für die Sperrmüllabholung bereit gestellt werden.

Das „Ausschlachten“ ist illegal! Um die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, hat das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) eine Broschüre herausgebracht, die den Bürgern die Gefahren des Wertstoffdiebstahles - vor allem bei alten Kühlgeräten - erläutern soll. Vielfach werden nämlich die Konsequenzen unterschätzt, die sich insbesondere durch das Abschneiden der Kompressoren ergeben. Dabei tritt das häufig noch unter Druck stehende Kühlmittel aus, beschädigt Hausfassaden, verseucht das umgebende Erdreich und gelangt in den Wasserkreislauf. Eine fachgerechte Entsorgung der Kühlmittel und die Verwertung der Altmetalle zugunsten der Bürgerinnen und Bürger werden somit verhindert.

Um eine fachgerechte und schadlose Entsorgung der Altgeräte sicher zu stellen, sollten die Altgeräte auch nicht den sogenannten „fliegenden Schrotthändlern“ überlassen werden.

Die GWA-Abfallberatung weist darauf hin, dass bei einem Geräteneukauf in der Regel der Händler das Altgerät zurück nimmt und es ordnungsgemäß entsorgt. Außerdem wird geraten, bei einer vorgesehenen Sperrmüllabholung das Gerät möglichst erst am jeweiligen Tag für den autorisierten Entsorger bereitzustellen, damit nicht über Nacht Bauteile entfernt werden können.

Leuchtmittel

Leuchtmittel richtig entsorgen

Die herkömmliche Glühbirne wurde seit 2012 aus den Verkaufsregalen verbannt und durch modernere, energiesparende Leuchtmittel ersetzt. Heute dürften in den meisten Haushalten verschiedene Leuchtmittel-Typen vorhanden sein: Glühbirnen, Halogenlampen, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, LED-Lampen. Bei der Entsorgung ausrangierter bzw. defekter Leuchtmittel gibt es deutliche Unterschiede, die es zu beachten gilt.

Leuchtmittel gehören NICHT in den Glascontainer!

LeuchtmittelEntsorgungswegAnmerkung
GlühbirneRESTMÜLLTONNE
HalogenlampeRESTMÜLLTONNE

Energiesparlampe1,2

Sondermüll/Elektroschrott WERTSTOFFHOF (kostenfrei)Gesundheits-/ Umweltgefahr bei Lampenbruch

Leuchtstoffröhre1,2

Sondermüll/Elektroschrott WERTSTOFFHOF (kostenfrei)Gesundheits-/ Umweltgefahr bei Lampenbruch

LED-Lampe1

Elektroschrott
WERTSTOFFHOF (kostenfrei)

1Fachgerechte Entsorgung getrennt vom Hausmüll gesetzlich vorgeschrieben Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und LED-Lampen unterliegen den Anforderungen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) und müssen separat über spezielle Sammelbehälter an Wertstoffhöfen oder anderen Sammelstellen für Elektroschrott entsorgt werden. Die Abgabe ist kostenfrei.

2Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren enthalten Quecksilber Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall - doch nur wenige Milligramm (mg) davon dürfen in Energiesparlampen enthalten sein. Das Quecksilber wird nur frei, falls eine Energiesparlampe oder Leuchtstoffröhre zerbricht. Die sich dann in der Raumluft befindliche Quecksilber-Konzentration kann die Gesundheit von kleinen Kindern, Schwangeren und empfindlichen Personen beeinträchtigen. Achten Sie auch beim Transport und bei der Entsorgung darauf, dass die Lampe nicht zerbricht!

Was ist zu tun, wenn eine Energiesparlampe zerbricht?


Wer nach dem Zerbrechen einer Energiesparlampe sofort und gründlich lüftet, muss keine Gesundheitsrisiken durch Quecksilber befürchten. Das Umweltbundesamt gibt folgende Ratschläge (Stand 12/2010):

1.       VOR dem Reinigen den Raum 15 Minuten lüften und den Raum verlassen! Heizung und Klimaanlage abschalten!

2.       Alle anschließenden Reinigungs- und Aufräumarbeiten bei geöffnetem Fenster durchführen.

3.       Vermeiden Sie Hautkontakt, tragen Sie Gummihandschuhe!

4.       Für die erste Reinigung KEINEN Besen, Handfeger oder Staubsauger verwenden, damit das Quecksilber nicht in die Raumluft gewirbelt wird.

5.       Vorsichtig die größeren Bruchstücke aufsammeln und in ein luftdicht verschließbares Gefäß geben (z. B. ein leeres Schraubglas). Kleinere Glassplitter mit Karton oder steifem Papier zusammenkehren. Auf glatten Böden, z. B. Laminat oder Parkett, wischen Sie den Staub und die restliche Glassplitter mit feuchten Papiertüchern auf und stecken sie in das Gefäß. Splitter und Stäube auf Teppichen, Decken oder Polstern mit einem Klebeband aufnehmen und ebenfalls in das Gefäß geben.

6.       Diese Abfälle bei der örtlichen Sammelstelle (z. B. Wertstoffhof) abgeben - nicht in den Hausmüll werfen! Bis zur Entsorgung sicher aufbewahren!

7.       Alle Reinigungsutensilien und die Gummihandschuhe können Sie in der Restmülltonne entsorgen.

Nichts für die Tonne: Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren

>Sammelstellen für ausgediente Energiesparlampen in Ihrer Nähe

Altbatterien

Batterien und Akkus richtig entsorgen


Leere bzw. ausrangierte Batterien und Akkus gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen gesondert entsorgt werden. Sie enthalten nicht nur wertvolle Metalle, sondern auch umweltschädliche Schwermetalle. Der Gesetzgeber sieht deshalb vor, dass Hersteller und Handel Batterien und Akkus unentgeltlich zurücknehmen müssen und Endnutzer zur Rückgabe verpflichtet sind. Besondere Aufmerksamkeit gilt den sogenannten Hochleistungsbatterien (z. B. aus mobilen Geräten). Für beschädigte Hochenergiebatterien bzw. Hochleistungsbatterien und -akkus gelten dabei besondere Sicherheits- und Transportvorschriften. Batterien und Akkus sind mit dem Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne versehen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Hochenergiebatterien aus mobilen Geräten


Elektro- und Elektronikgeräte werden in fast allen Lebensbereichen genutzt - zunehmend kabellos. Ob Smartphone, Tablet, Laptop oder Mp3-Player, Akkuschrauber, E-Bike, inzwischen sogar Rasenmäher oder Staubsauger - in den modernen Geräten, die wir täglich nutzen, stecken heute zunehmend sogenannte Hochenergiebatterien bzw. -akkus wie zum Beispiel Lithiumakkus, die sowohl die Rücknahme als auch die Verwertung vor steigende sicherheitstechnische Anforderungen stellen.

Worum geht es?


In Deutschland ist für die Batterierücknahme und -entsorgung die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS) verantwortlich. Sie differenziert die Altbatterien bei der Rücknahme in drei Sicherheitsklassen:

 

 

1. Herkömmliche Batterien - grüne Sammelbox


Herkömmliche Batterien (z. B. Mignon-, Baby, Monozellen und Knopfzellen) z. B. aus Taschenlampe, Fernbedienung, Uhr, Wecker oder Kinderspielzeug werden weiterhin in der grünen Sammelbox gesammelt.

Abgabemöglichkeiten: Handel, Wertstoffhöfe, Umweltbrummmi.

2. Hochenergiebatterien - gelber Sammelbehälter

Geräte mit fest verbauten Akkus beim Personal abgeben!
zum Beispiel aus Laptops, Smartphones, Akkuschrauber, E-Bikes

Hinweis 1: In vielen mobilen Geräten (moderne Smartphones und Tablets) sind die Hochleistungsakkus fest im Gehäuse verbaut. Wer so ein Gerät entsorgen möchte, sollte es mit entsprechendem Hinweis beim Wertstoffhofpersonal abgeben. Sie werden in speziellen Elektroschrott-Containern schonend gesammelt, damit sie im Zuge des Transports nicht zerstört und die Akkus nicht freigelegt werden. Keinesfalls dürfen die Geräte in den Container hineingeworfen werden.

Hinweis 2:
Bei Geräten mit entnehmbaren Hochenergiebatterien sollten diese spätestens am Wertstoffhof aus dem Altgerät entnommen und dem Wertstoffhofpersonal für die gelbe Sammelbox übergegeben werden. Das "leere" Altgerät kommt in den entsprechenden Elektroschrott-Container. Auch große Batterien und Akkus über 500 Gramm, wie aus Bohrmaschinen und Gartengeräten, gehören in die gelbe Box.

Abgabemöglichkeiten: Fachhandel, Wertstoffhöfe.

3. Beschädigte Hochenergiebatterien - beim Personal abgeben! Kategorie rot - Sicherheitssammelbehälter

Achtung: Hierfür gelten besondere Sicherheits- und Transportvorschriften. Denn gegenüber herkömmlichen Batterien bergen Hochenergiebatterien Sicherheitsrisiken, wenn unsachgemäß damit umgegangen wird. Insbesondere beschädigte und noch geladene Hochleistungsakkus können sich entzünden. Deshalb gilt hier besondere Vorsicht, vor allem bei verbeulten oder aufgeblähten Exemplaren. Sie können im schlimmsten Fall explodieren oder einen Brand verursachen. Keinesfalls darf eine beschädigte Hochenergiebatterie mit Wasser in Kontakt kommen. Beschädigte Hochenergiebatterien bzw. -akkus werden vom Wertstoffhofpersonal entgegengenommen und in separaten Spezialbehältnissen gesammelt.

Abgabemöglichkeiten ausschließlich an qualifizierten Annahmestellen:
GWA-Wertstoffhöfe in Bergkamen, Fröndenberg-Ostbüren, Holzwickede und Kamen-Heeren-Werve

Empfehlung

Die GWA-Abfallberatung rät den Bürgerinnen und Bürgern, die sich unsicher sind, ob das zu entsorgende Altgerät eine Hochenergiebatterie enthält bzw. ob diese eventuell beschädigt ist, sich im Zweifel direkt vor Ort an das Wertstoffhofpersonal zu wenden. Das geschulte Personal hilft gerne weiter und sorgt für die ordnungsgemäße Trennung von Batterie und Gerät bzw. die fachgerechte Einsortierung.

Weitere Informationen finden sich unter www.grs-batterien.de.

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